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Auftakt Digitaler Engel am AEG

Mit dem Wahlunterricht-Kurs „Digitale Helden/Digitaler Engel“ bereiten sich die Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse in diesem Schuljahr darauf vor, ältere Menschen als Digitalpatinnen und Digitalpaten im Umgang mit digitalen Medien zu unterstützen. Die Digitalpatenschaften sind ein Angebot des bundesweiten Projekts „Digitaler Engel“, das Schulen mit Einrichtungen der Altenhilfe zusammenbringt und Schülerinnen und Schüler für ihre Aufgabe qualifiziert. Durch die regelmäßigen Begegnungen soll Raum für den Austausch zwischen zwei Generationen entstehen: Die älteren Teilnehmenden erweitern ihre digitalen Fähigkeiten, während die Jugendlichen lernen, Wissen verständlich weiterzugeben und Verantwortung zu übernehmen.

Am Albert-Einstein-Gymnasium wird dieser Ansatz nun konkret: Gemeinsam mit dem Seniorenzentrum „Kleeblatt“ des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Hanau e. V., startet die Schule eine Kooperation, in deren Rahmen die Jugendlichen künftig die älteren Bewohnerinnen und Bewohner bei Fragen rund um Smartphone, Tablet und digitale Anwendungen begleiten und digitale Freizeitbeschäftigungen anbieten. Als „Digitale Schule“ und ausgezeichnete „Smart School“ engagiert sich das AEG bereits seit längerem für digitale Kompetenzen, mit den Digitalpatenschaften verbindet die Schule die digitalen Kompetenzen nun mit sozialem Engagement.

Den Auftakt machte am 12. August 2026 die erste von drei Grundqualifizierungen. Mobilreferentin Petra Rollfing vom „Digitalen Engel“ bereitete die Schülerinnen und Schüler auf ihre künftige Rolle vor und regte dabei einen Perspektivwechsel an: Während für die meisten Jugendlichen Smartphone und Internet seit jeher zum Alltag gehören, haben ältere Menschen möglicherweise einen großen Teil ihres Lebens ohne digitale Medien verbracht und sind dabei alles andere als eine einheitliche Gruppe. In einer Gruppenarbeit mit vier fiktiven Personas gingen die Schülerinnen und Schüler deshalb der Frage nach, was das Lernen im Alter beeinflussen kann und wie sie ihr Wissen so vermitteln, dass ihr Gegenüber gut folgen kann und sich ernst genommen fühlt.

Dabei wurde deutlich: Neben dem geübten Umgang mit Smartphone und Co. sind vor allem Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Gemeinsam entwickelten die Schülerinnen und Schüler Leitlinien für ihre künftigen Treffen, sie wollen langsam und deutlich sprechen, wiederholen und Übungszeit geben, Fachbegriffe erklären, loben, Fehler zulassen und zum Fragenstellen ermutigen. In der nächsten Qualifizierung am 23. September 2026 werden diese Leitlinien in Übungen und Rollenspielen praktisch erprobt, um die Jugendlichen gezielt auf die Treffen im „Kleeblatt“ vorzubereiten.

Der „Digitale Engel“ ist ein Projekt des Vereins Deutschland sicher im Netz e. V. (DsiN), gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit den Digitalpatenschaften zeigt das Albert-Einstein-Gymnasium einmal mehr, digitale Bildung und soziales Engagement miteinander zu verbinden und Generationen einander näherzubringen.